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Chronik des Neusser Tambourkorps In Treue fest 1968


An einem Karnevalsdienstag, den 28.02.1968 gab es in Neuss eine Schulfeier, bei dem die Klassenkameraden Günter Schlangen, Karl Heinz Pfüller und Ernst Klaus die Feier musikalisch untermalten. Nämlich mit Trommel, Flöte und Pauke. Angetan von dieser Zusammensetzung spielte man sich in einen Rausch. Und so zogen die drei nach der Schule durch die Neusser Innenstadt und erfreuten mit ihrer Musik die Mitmenschen in den Straßen und Gaststätten.

So beschlossen die damals 14 jährigen ein Tambourkorps zu gründen.

 

Es dauerte nicht lange und weitere Musikbegeisterte schlossen sich an. Mit einem Stamm von acht Mann spielte man kurz nach der Gründung erstmals auf kleinen Krönungsfeierlichkeiten von Neusser Schützenzügen und auf Geburtstagsfeiern. Höhepunkt war zu dieser Zeit immer der Karneval. Und so spielte man auch im Jahre 1971 beim ersten Neusser Kappessonntagszug auf.

 

 

Das erste Vereinsdomizil war im Keller des elterlichen Hauses Schlangen auf der Kanalstraße 17 in Neuss, wo man sich zum wöchentlichen Proben und auch zu Versammlungen traf. Königsschießen war damals neben den Proben unser liebstes Hobby, so dass wir gewaffnet mit Pfeil und Bogen beschlossen den König doch jeden zweiten Monat auszuschießen. Aus diesem Grund beginnt unsere Königstafel auch erst im Jahre 1973, als man von dieser „jugendlichen Regelung“ Abstand nahm und den König, wie es sich eigentlich auch gehört nur jedes Jahr ermittelte.

 

 

Der damalige Vorsitzende und Schriftführer Günter Schlangen organisierte und lenkte alles. Der monatliche Mitgliedsbeitrag betrug damals 0,50 DM. Um die Kasse des jungen Vereins aufzubessern, rief man zur Altpapiersammlung auf, was der Grundstein zu späteren „Reichtümern“ war. Unter dem damaligen Namen „Neusser Jugendtambourkorps“ erspielte man sich von Jahr zu Jahr neue Freunde.

 

Im Jahr 1970 hatte man in Kaarst und Düsseldorf-Derendorf die ersten offiziellen Auftritte bei einem Schützenfest. Als Uniform dienten zu dieser Zeit schwarze Hosen und blaue Hemden. Später lösten dann weiße Uniformjacken und weiße Mützen die blauen Hemden ab. Erstanden wurden diese Kostbarkeiten für 5,00 DM pro Mann bei der Justizvollzugsanstalt in Werl. Die Verbindung dorthin liegt nicht etwa in der Vergangenheit unsere damaligen Mitglieder, sondern wurde von unserem damaligen Ehrenvorsitzenden Albert Schlangen, der uns in jungen Jahren immer mit Rat und Tat zur Seite stand geknüpft.

 

Bald darauf verdoppelte sich die Mitgliederzahl woran gewiss nicht nur die neue Uniform schuld war. Harmonie, nicht nur im musikalischen Sinn ist bis Heute geblieben. Unvergessen aus dieser Zeit sind Ausflüge in die Eifel nach Jünkerath oder Rosenmontag in Blankenheim.

 

1972 kam mit dem neuen Namen „Jugend-Musikgruppe-Neuss“ auch die erste Verpflichtung zu einem der Neusser Schützenfeste. Dem Grenadierkorps Neuss-Furth und der St.Sebastianus Schützenbruderschaft Neuss-Furth sind wir seit dieser Zeit treu geblieben und sind dort auch wohl nicht mehr wegzudenken. Mit den 1973 neu gegründeten Vorreitern auf der Neusser Furth verbindet uns eine bis Heute andauernde Freundschaft.

 

In dieser Zeit strebte man als Neusser Tambourkorps unter Tambourmajor Günter Schlangen natürlich auch die Teilnahme am Neusser Bürger-Schützenfest an, was für uns als junger Verein gar nicht so einfach war. Da man damals noch mehr als heute in Neuss auf alte Traditionen setzte waren für uns einige Hürden zu nehmen.

 

Wir wurden damals Mitglied im Neusser Grenadierkorps, spielten aber im Jahre 1974 erstmals zusammen mit einer englischen Militärkapelle (Drum Corps of the Queen´s Own Lancers 14/20th Kings Hussars) bei der Neusser Schützenlust von 1864/1950 zum größten Ereignis in Neuss auf.

 

Die Schützenlust wurde damals noch als Ausweichlösung empfunden. Nach nunmehr über 40 Jahren ist dies jedoch eine schöne Tradition geworden und so kündigt das Tambourkorps „In Treue fest“ an der Spitze der Schützenlust bei den Umzügen während des Neusser-Bürger Schützenfestes den Wechsel von dunkelgrünen (Jägern) zu hellgrünen Uniformen (Schützenlust) an. Wir fühlen uns bei der Schützenlust immer noch mehr als wohl.

 

Eine 1974 von der Neusser Schützenlust aufgenommenen Langspielplatte mit dem Titel „Neusser Schützenlieder“ wurde von uns mit dem Musikstück „Freut Euch des Lebens“ mitgestaltet. So wurde unser Können schon relativ früh auf Tonträger verewigt.

Im Jahre 1975 legte die nun siebenjährige Gemeinschaft den Namen „Jugend Musikgruppe-Neuss“ ab und führt seit dem den Namen Neusser Tambourkorps „In Treue fest 1968“.

 

Nachwuchssorgen kannte das Tambourkorps nicht. “Schlangens Keller” auf der Kanalstraße war mittlerweile viel zu klein geworden für 38 aktive Mitglieder. Kurzzeitig diente damals die ehemalige Gaststätte „Exner“ auf der Breite Straße in Neuss als Vereinslokal und Proberaum.

 

Für viele Jahre sesshaft wurden wir dann in der Gaststätte „Zum Groschen“ auf der Friedrichstraße bei Theo und Wilma, wo Sonntags Morgens unsere Versammlungen stattfanden und auf der Kegelbahn im Keller geprobt wurde und auch das ein oder andere Königschießen stattfand wobei natürlich zwischenzeitlich Pfeil und Bogen dem Luftgewehr gewichen waren.

 

In der damaligen Zeit feierten wir unsere jährlichen Krönungen im ehemaligen Kath. Zentrum, dem heutigen Kardinal Frings Haus am Neusser Münsterplatz.

 

Von dieser Zeit an, ging es Schlag auf Schlag. Man spielte auf Schützenfesten in den Neusser Stadtteilen Holzheim, Weckhoven, Reuschenberg, Liedberg und natürlich beim großen Neusser-Bürger Schützenfest.

 

Auch versuchte man sich beim Düsseldorfer Rosenmontagszug. 1976/77 begleiteten wir die Neusser Stadt und Prinzengarde eine ganze Karnevalssession musikalisch durch die Säle von Neuss und Umgebung.

 

Im Jahre 1980 löste Ernst Klaus Günter Schlangen als 1. Vorsitzenden und 1. Tambourmajor ab.

Im gleichen Jahr bespielte das Tambourkorps in einem Düsseldorfer Studio eine Schallplatte (Single) mit vier Märschen und konnte diese auch mit viel Erfolg absetzten. Als man dann im Jahre 1981 auf einem Vereinsausflug ins Weindorf Altenahr kam, mit einem Packen Schallplatten im Gepäck und auf der Suche nach Kundschaft dafür war, fand man gleich im ersten Lokal unsere Single in der Musikbox.

 

Im Jahr 1981 wurde Stefan Nollen in den Vorstand berufen und wurde auch an der Seite von Ernst Klaus 2. Tambourmajor.

 

1983 feierte man das erste größere Fest anlässlich unseres 15 jährigen Bestehens in der Neusser Bürgergesellschaft. Höhepunkt des Abends war die damals noch relativ unbekannte Kölner Gruppe „De Höhner“. In einem voll besetzten Saal feierte man bis in die frühen Morgenstunden. Hier zeigte unser Verein erstmals dass ein Tambourkorps nicht nur mit dem Parademarsch zur Unterhaltung und Geselligkeit beitragen kann.

 

Am 03. Oktober 1983 belegten wir bei einem Tambourkorps-Festival in Neuss, vor allen Tambourkorps aus dem Raum Neuss, hinter dem Tambourkorps Stetternich einen hervorragenden zweiten Platz.

 

Mit den der Jugend entschlüpften jungen Männern des Vereins kehrte auch langsam eine Gleichmäßigkeit der Spieltermine ein und man einigte sich drauf in jedem Jahr zu vier kompletten Schützenfesten (Neuss-Furth, Holzbüttgen, Holzheim und natürlich das große Neusser-Bürger Schützenfest) aufzuspielen.
Diese Reduzierung und Konzetration auf nicht all zu viele Schützenfeste ist wohl auch ein Grund dafür dass manche Mitglieder 25, 30, und einige gar schon über 40 Jahre dem Verein aktive treu geblieben sind oder noch treu sind. Denn so langsam wurden die ersten Familien der Mitglieder gegründet und es sagte sich hier und da Nachwuchs an. Wenn dann der Familienvater nur noch im Sommer an jedem Wochenende auf einem Schützenfest spielt bleibt eins von beiden irgendwann auf der Strecke.

 

Im Jahre 1985 schaffte man, hauptsächlich auf bestreben der Mitglieder Rolf-P. Hüsges und Stephan Meier einen Schellenbaum mit zwei Halbmonden an. Das zu dieser Zeit für ein Tambourkorps aus dem Raum Neuss eher untypische Instrument, ist seither für das optische Auftreten nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile gibt es beim Neusser Schützenfest kaum noch ein Tambourkorps ohne Schellenbaum.

 

Das auch ein junger Verein nicht nur Höhen hat, sondern auch von Schicksalsschlägen nicht verschont bleibt, zeigt das Jahr 1986, wo unser angjähriges aktives Mitglied Frank Baum an den Folgen eines tragischen Verkehrsunfalls verstarb. Seinem Andenken zu Ehren, schießen wir alljährlich einen Pokal aus.

 

Major Ernst KlausIm Jahre 1991 sahen die Mitglieder Rolf.-P. Hüsges und Stephan Meier im Fernsehen den Großen Zapfenstreich aus Anlass der Verabschiedung der Alliierten Truppen in Berlin. Angetan von dieser Darbietung und besonders von dem Ablauf des Großen Zapfenstreichs, so wie er eigentlich sein sollte, wird dieser im Jahr drauf erstmals genau nach diesem Rahmenzeremoniell von unserem Tambourkorps zusammen mit dem Musikverein Holzheim am Kirmesdienstag im Festzelt beim Neusser-Bürger Schützenfest dargeboten. Seit dem hat sich dieser offizielle Ablauf des großen Zapfenstreiches nicht nur beim Neusser-Bürger Schützenfest, sondern auch zum größten Teil bei den Schützenfesten in den Neusser Stadtteilen durchgesetzt und wird von den jeweils ausführenden Tambour- und Musikkorps in dieser Form dargeboten.

Ebenfalls im Jahr 1991 werden dem Tambourkorps vom Spielmann Rolf-P. Hüsges drei Paradetrommeln gestiftet die seit dem jeweils von drei Tambouren in der ersten Reihe gespielt werden. Auch diesbezüglich war das Neusser Tambourkorps „In Treue fest“ mit einer der ersten Tambourkorps im Raum Neuss die diese Paradetrommeln mitführt.

 

Nach langjähriger Abstinenz im Karneval spielte man 1993 erstmals beim Rosenmontagszug in Köln auf. Bei den roten Funken (Kölsche Funke rut-wieß vun 1823) hat man über insgesamt drei Jahre neue Freunde gefunden und auch neue Erfahrungen gesammelt.

 

Unser 25 jähriges Bestehen feierten wir im April 1993 mit einem bis dahin, von einem Tambourkorps noch nie gesehenen und auch bis heute auch nicht mehr erreichten, dreitägigen Festprogramm in einem Festzelt für ca. 1.500 Personen auf dem Neusser Kirmesplatz. Zum Musikalischen Frühschoppen am 25. April 1993 durften wir ca. 25 befreundete Tambour und Fanfarenkorps bzw. Spielmannszüge begrüßen. Anlässlich 25 jährigem Jubiläums baute unser Tambourkorps zum Fackelzug 1993 das erste Mal eine Fackel.

 

1993 tritt der langjährige 1. Tambourmajor und Gründungsmitglied Ernst Klaus in die Reihen der „einfachen“ Spielleute zurück.

Als Dank für seine geleistete Arbeit findet für ihn am Kirmesdienstag 1993 nach dem Abendumzug als Überraschung ein Großer Zapfenstreich, durchgeführt von Musikverein Holzheim in großer Marschbesetzung, dem 1. Neusser Regiments- Tambourkorps, unserem Tambourkorps sowie dem Neusser Sappeurkorps statt.

Der langjährige 2. Tambourmajor Stefan Nollen übernimmt die Führung als 1. Tambourmajor und auch als 1. Vorsitzender des Vereins. Neuer 2. Tambourmajor wird Bernd Ermbter.

 

Im Sommer 1994 wurde die ursprünglich 1974 erschienene Langspielplatte der Neusser Schützenlust mit dem Titel „Neusser Schützenlieder“ als CD neu aufgenommen und um einige neue Musikstücke erweitert. Zusammen mit dem Musikverein Holzheim sind von uns auf dieser CD fünf Märsche verewigt.

 

Unser Ehrenmitglied Bernhard Meier erfüllte sich beim Neusser Bürger-Schützenfest im August 1994 einen Kindheitstraum. Als Bernhard III. wurde er Schützenkönig der Stadt Neuss 1994/95.

 

Am 18. September 1994 nahmen wir zusammen mit dem Neusser Sappeur-Korps von 1830 am großen Trachten- und Schützenzug beim Oktoberfest in München teil. Es war schon ein besonderes Erlebnis im Herzen von Bavaria preußische Märsche zu präsentieren.

Der Neusser Partnerstadt, Chalons-Sur-Marne (heute Chalons en Champagne) stattete unser Tambourkorps im Juni 1995 einen zweitägigen Besuch ab. Beim Konzert auf dem Rathausplatz wussten wir auch das zahlreiche erschienene Publikum in dieser französischen Stadt zu begeistern.

 

Unter dem Motto „Marschmusik für einen guten Zweck“ veranstalteten wir im März 1997 erstmals ein Benefiz-Konzert. In der ausverkauften Stadthalle Neuss erklang unter anderem das Musikstück „Das große Wecken“ in Neuss zum ersten Mal. Dieser musikalische Leckerbissen wurde früher zu „Kaisers Zeiten“ am Neujahrsmorgen unter anderem in Berlin, auf der Straße „Unter den Linden“ dargeboten. Unter dem Beifall des Publikums konnte zum Ende der Veranstaltung ein Reinerlös von 15.000 DM für einen guten Zweck überreicht werden.

Im Jahr 1998 wird unser passives Mitglied Adi Kremer Schützenkönig der Stadt Neuss.

 

Im Januar 1999 tritt der zweite Tambourmajor Bernd Ermbter aus beruflichen Gründen in die passiven Reihen des Vereins zurück.Neuer 2. Tambourmajor wird Stephan Meier.

 

Im Frühjahr 2000 erfolgte eine Neuauflage des erfolgreichen Benefiz-Konzerts unter dem Titel „Marschmusik kennt keine Grenzen“. Zusammen mit dem Musikverein Holzheim konnte das Publikum in der wiederum ausverkauften Stadthalle erneut mit Stücken wie z.B. „Sousa Favoriten“ (Ein Marschpotpourri mit den schönsten Märschen des legendären Komponisten Jon Phillip Sousa) zu Gunsten der Aktion Luftballon begeistert werden. Die lokale Presse bescheinigte uns (Zitat): „hohe Disziplin, exakte Beherrschung von Klang und Rhythmus, ausgewogene Klanglichkeit sowie genaue Tempoabstimmung“.

 

Im Jahr 2000 und 2001 führte uns ein jeweils zweitägiger Ausflug nach Metz/Frankreich um beim dortigen Karnevalstreffen europäischer Karnevalisten teilzunehmen.

 

Im August 2001 wurde uns eine ganz besondere Ehre zu Teil. Anlässlich der offiziellen Verabschiedung des langjährigen Neusser Regimentsoberst Josef Bringmann spielten wir zusammen mit der Bundesschützenkapelle Neuss auf dem Markt in Neuss den großen Zapfenstreich. Die Besonderheit daran war, das seit ungefähr 40 Jahren kein Zapfenstreich mehr auf dem Neusser Markt stattfand. Somit wurde dieser Traum von vielen Spielleuten aus unseren Reihen Wirklichkeit. Die Lokale Presse schrieb:“ ….- in Gestalt des Großen Zapfenstreichs, der vom Neusser Tambourkorps „In Treue fest“ und dem BundesschützenkapelleNeuss meisterlich intoniert wurde.“

 

Weil die Gaststätte „Zum Groschen“ von uns Ende der 1990er Jahre für Versammlungen zu klein wurde, wechselten wir innerhalb von Neuss unter anderem auch wegen des „Kneipensterbens“ mehrfach das Vereinslokal. Seit einigen Jahren ist „Der Groschen“ auf der Friedrichstraße -inzwischen unter neuer Leitung und etwas vergrößert jedoch wieder unser Treffpunkt für Versammlungen und Austragungsort unseres Neujahrs-Frühschoppens. Unsere wöchentlichen Proben finden jedoch seit vielen Jahren in den Räumen der Verkehrsbetriebe Neuss statt.

 

Nach dem der langjährige 1. Vorsitzende Stefan Nollen sein Amt zur Verfügung stellt, wird auf der Jahreshauptversammlung im Januar 2005 Michael Prinzhorn als Nachfolger gewählt. Stefan Nollen führt das Korps als 1. Tambourmajor weiterhin auf Spielterminen an.

 

Anlässlich unsers 40jährigen Bestehens im Jahr 2008 gab es in der Stadthalle Neuss mit Unterstützung des Musikverein Holzheim ein großes Jubiläumskonzert. Wieder war die Stadthalle bis auf den letzten Platz besetzt. Laut außenstehenden Gästen war dieses Konzert ein „grandioser Erfolg“. Der 1. Major, Stefan Nollen bedankte sich schriftlich bei den Mitgliedern: „Einen Tag wie gestern werde ich in meinem Leben nicht so schnell vergessen. Das war eine grandiose Leistung von allen Spielleuten“

 

 

Zum 40 jährigen Jubiläum unternahmen wir außerdem zusammen mit unseren Damen im Mai 2008 einen mehrtägigen Ausflug nach Haminkeln.

Unser langjähriger 1. Major, Stefan Nollen beendete nach dem Neusser Bürger Schützenfest 2008 und einem gelungenem Jubiläumsjahr, seine Schützenlaufbahn im Tambourkorps und wird diese als Major des Grenadierkorps Neuss-Furth hoch zu Ross fortsetzen. Als Adjutant an seiner Seite begleitet ihn, unser ebenfalls langjähriges Mitglied Dirk Hader.

 

Bereits auf der Jahreshauptversammlung im Januar 2008 wurden Stephan Meier zum 1. Tambourmajor und Rolf-P. Hüsges zum 2. Tambourmajor gewählt. Am 17. Oktober 2008 wurde Stefan Nollen offiziell mit einem Großen Zapfenstreich auf dem Münsterplatz in Neuss veranschiedet.

 

Im Frühjar 2009 wurde zum ersten Mal ein so genanntes Probewochende von uns durchgeführt. Fast alle aktiven Mitglieder waren dabei als es mit dem Bus in ein verlassenenes Dorf in die Eifel ging und wir in eine Art Landschulheim einquartiert wurden wo dann zwei Tage intensiv geprobt, aber auch das ein oder andere Bier getrunken wurde….

 

Am Schützenfestsonntag auf der Neusser-Furth 2009 wurde Grenadiermajor Stefan Nollen für seine langjährige Tätigkeit als 1. Major und 1. Vorsitzender in den Reihen des Tambourkorps zum Ehrenmajor ernannt.

 

Im April 2011 begaben wir uns mit fast allen aktiven Mitgliedern zu einem erneuten Probenwochende auf eine Burg, hoch über der Mosel gelegen und konnte so in aller Ruhe, von der Aussenwelt fast abgeschnitten neue Märsche proben, aber auch mit jüngeren Mitgliedern einige „Dienstsachen“ wie z.B. den großen Zapfenstreich bei herlichem Wetter einstudieren.

 

2011_probewochenende_057 2011_Furth_063

Zum Schützenfest Neuss-Furth 2011 kamen zum erste Mal unsere neuen „alten“ Paradetrommeln zum Einsatz. Dabei handelt sich exakt um das Model welches bei der Bundeswehr bis zum Jahre 1989 eingesetzt wurde. Nach langer Suche konnten wir einige gebrauchte Exemplare in einem mehr oder weniger guten Zustand erwerben. Diese wurden komplett restauriert, aufgearbeitet und Lackiert. Diese Paradetrommeln fügen sich nun endlich vom Erscheinungsbild und vor allem klanglich in unsere normalen, kleinen Marschtrommeln ein.

 

2012 • Rosenmontag in Köln 2013_st_johann_067 Nach langen 18 Jahren Abstinez vom Karneval haben wir 2012 wieder in Köln beim Rosenmontagszug aufgespielt. Bei herrlichem Wetter erlebten wir in den Uniformen der Altstädter Köln 1922 e.V. einen tollen Rosenmontagszug den wir im Kölner Partylokal „Wiener Steffie“ ausklingen ließen. 

 

Im Frühjahr 2013 machten wir uns für 3 Tage mit fast allen aktiven Mitgliedern sowie mit Unterstützung durch unseren Ehrenmajor Ernst Klaus auf den Weg nach St. Johann in Tirol. Höhepunkt war ein gemeinsames Konzert mit dem Musikverein aus St. Johann auf dem Dorfplatz wo unter anderem auch der Marsch „Dem Land Tirol die Treue“ dargeboten wurde.

2014_Fackel  

Anlässlich des 150 jährigen Jubiläums der Neusser Schützenlust wurde von unserem Tambourkorps zum Fackelzug beim Neusser Bürger-Schützenfest 2014 eine Großfackel gebaut.

 

Der Terminkalender der Gegenwart umfasst außer den Schützenfesten Neuss, Neuss-Furth, Holzbüttgen und Holzheim noch ca. 10-15 weitere Spieltermine pro Jahr, sowie unser Königschießen und Krönung unserer Korpsmajestät, eine Sommernachtsparty, den Neujahrsfrühshoppen und wenn es die Vereinskasse hergibt auch einen Ausflug. Auch der Rosenmontags Umzug in Köln bei den „Altstädtern“ ist inzwischen ein weiterer Höhepunkt in unserem Vereinsleben.

 

 


 

Chronik von Ernst Klaus aus dem Jahr 1993 anlässlich des 25 jährigen Bestehens. Überarbeitet und ergänzt im Februar 2008 anlässlich des 40 jährigen Bestehens von Rolf.P. Hüsges. Fortgeführt von Stefan Zander und Rolf-P. Hüsges. Überarbeitet im Januar 2011 und fortgeführt bis zur Gegenwart von Rolf-P. Hüsges