Chronik

Neusser Tambourkorps „In Treue fest“ 1968

An einem Karnevalsdienstag, den 28.02.1968 gab es in Neuss eine Schulfeier, bei dem die Klassenkameraden Günter Schlangen, Karl Heinz Pfüller und Ernst Klaus die Feier musikalisch untermalten. Nämlich mit Trommel, Flöte und Pauke. Angetan von dieser Zusammensetzung spielte man sich in einen Rausch. Und so zogen die drei nach der Schule durch die Neusser Innenstadt und erfreuten mit ihrer Musik die Mitmenschen in den Straßen und Gaststätten.

Ernst Klaus und Günter Schlangen waren zu dieser Zeit bereits aktive Mitglieder im 1. Neusser Tambourkorps von 1904. Jedoch legte man damals in bestehenden Tambourkorps nicht so viel Wert auf sehr jungen Nachwuchs und es war sehr schwer als Marschmusik begeisterter „kleener Stöpp“ Anschluss zu finden.

So beschlossen die damals 14 jährigen ein eigenes Tambourkorps zu gründen.

Es dauerte nicht lange und weitere Musikbegeisterte schlossen sich an. Das erste Vereinsdomizil war im Keller des elterlichen Hauses Schlangen auf der Kanalstraße 17 in Neuss, wo man sich zum wöchentlichen Proben und auch zu Versammlungen traf. Mit einem Stamm von acht Mann spielte man kurz nach der Gründung erstmals auf kleinen Krönungsfeierlichkeiten von Neusser Schützenzügen und auf Geburtstagsfeiern.

Der damalige Vorsitzende und Schriftführer Günter Schlangen organisierte und lenkte alles. Der monatliche Mitgliedsbeitrag betrug damals 0,50 DM. Um die Kasse des jungen Vereins aufzubessern, rief man zur Altpapiersammlung auf, was der Grundstein zu späteren „Reichtümern“ war.

Unter dem damaligen Namen „Neusser Jugendtambourkorps“ erspielte man sich von Jahr zu Jahr neue Freunde.

Im Jahr 1970 hatte man in Kaarst und Düsseldorf-Derendorf die ersten offiziellen Auftritte bei einem Schützenfest. Als Uniform dienten zu dieser Zeit schwarze Hosen und blaue Hemden.

Etwas später lösten dann weiße Uniformjacken und weiße Mützen die blauen Hemden ab. Erstanden wurden diese Kostbarkeiten für 5,00 DM pro Mann bei der Justizvollzugsanstalt in Werl. Die Verbindung dorthin liegt nicht etwa in der Vergangenheit unsere damaligen Mitglieder, sondern wurde von unserem damaligen Ehrenvorsitzenden Albert Schlangen (Vater von Günter Schlangen), der uns in jungen Jahren immer mit Rat und Tat zur Seite stand geknüpft.

Bald darauf verdoppelte sich die Mitgliederzahl woran gewiss nicht nur die neue Uniform schuld war. Harmonie, nicht nur im musikalischen Sinn ist bis Heute geblieben. Unvergessen aus dieser Zeit sind Ausflüge in die Eifel nach Jünkerath oder Rosenmontag nach Blankenheim.

Höhepunkt war zu dieser Zeit immer der Karneval. Und so spielte man auch im Jahre 1971 beim ersten Neusser Kappessonntagszug auf. Auch versuchte man sich beim Düsseldorfer Rosenmontagszug Anfang der 1970er Jahre. Als „Uniform“ diente dabei ein blau-rot kartierter Überwurf und eine Clown-Mütze. Begleitet wurden wir dabei von drei Funkemariechen welche aus dem Umfeld, also Freundin oder Schwester der Mitglieder „rekrutiert“ wurden.

In der damaligen Zeit wurden Anfragen an die etablierten Neusser Tambourkorps von Vätern deren Söhne gerne Trommel oder Flöte spielen wollten immer abgewiesen wenn sie mit acht oder neun Jahren diesen Vereinen zu jung waren und an Schlangen´s Adresse auf der Kanalstraße verwiesen. So kamen damals sehr junge interessierte Spielleute zu uns die später einmal auf über 40 oder gar 50 jahre Jahre aktive Mitgliedschaft zurück blicken konnten und die weitere Entwicklung des Tambourkorps massgeblich geprägt haben.

1973 wurden dann auch erstmals einheitliche, neue maßgeschneiderte Uniformen angeschafft. Die Mitglieder entschieden sich für klassisches, preußisches Blau als Uniformfarbe. Das finanzielle Budget reichte für 20 Uniformen, es waren jedoch ein paar mehr Mitglieder vorhanden. Der Chronist erinnert sich selber daran das er im Alter von neun Jahren mit einem oder zwei weiteren Tambouren in „Schlangens Keller“ vorspielen musste und die damalige musikalische Leitung unter Major Günter Schlangen und dem Ausbilder der Tambouren Hans-Dieter Schmitz entschieden wem denn zunächst eine neue Uniform zugewiesen wurde.

Mit dem neuen Namen „Jugend-Musikgruppe-Neuss“ kam 1973 auch die erste Verpflichtung zu einem der Neusser Schützenfeste. Dem Grenadierkorps Neuss-Furth und der St.Sebastianus Schützenbruderschaft Neuss-Furth sind wir seit dieser Zeit treu geblieben und sind dort auch wohl nicht mehr wegzudenken.

Auch im Jahr 1974 machte man wieder einen Ausflug mit Instrumenten nach Blankenheim in der Eifel. Dieser ist heute noch vielen in Erinnerung da Deutschland  an diesem Tag zum zweiten Mal Fußballweltmeister gegen die Niederlande wurde. Das Spiel wurde in einem Saal vor zwei winzigen TV-Geräten verfolgt und nach dem Schlusspfiff zog man zu den Klängen „Fußball ist unser Leben“ durch das Dorf.

In dieser Zeit strebte man als Neusser Tambourkorps unter Tambourmajor Günter Schlangen natürlich auch die Teilnahme am Neusser Bürger-Schützenfest an, was für uns als junger Verein gar nicht so einfach war, da man damals noch mehr als heute in Neuss auf alte Traditionen setzte waren für uns einige Hürden zu nehmen. Als Günter Schlangen und Ernst Klaus als heranwachsende Jungendliche beim damaligen Oberschützenmeister des Neusser Bürger-Schützenvereins -seines Amtes zuständig für die Verpflichtung von Tambourkorps und Musikkapellen, vorstellig wurden um eventuell „Nüsser Kirmes“ mit dem jungen Verein aufspielen zu dürfen, stießen die beiden nicht gerade auf große Begeisterung.

Wir wurden darauf hin Mitglied im Neusser Grenadierkorps um überhaupt im Gespräch zu sein und eine Bindung aufzubauen. Über diverse Kontakte entstand jedoch die Verbindung zu der damals schon stark wachsenden Neusser Schützenlust. Und so kam es, das wir im Jahr 1974 erstmals zusammen mit einer englischen Militärkapelle (Drum Corps of the Queen´s Own Lancers 14/20th Kings Hussars) bei der Neusser Schützenlust von 1864/1950 zum größten Ereignis in Neuss aufspielen durften.

Wobei zu erwähnen ist, das wir in diesen beiden ersten Jahren in Neuss bei der Parade einen Marsch zusammen mit der englischen Kapelle gespielt haben, jedoch nicht wie es üblich ist gemeinsam „eingeschwenkt“ sind da die Engländer diese Form der Parade ja nicht kannten. Erst bei der dritten Teilnahme am Neusser Bürger-Schütztenfest im Jahre 1976 kamen wir in den Genuss der ersten „richtigen“ Parade. Diesem Höhepunkt in Neuss fiebern übrigens auch heute noch altgediente Spielleute mit 30, 40 oder mehr Jahren Erfahrung jedes Jahr aufs neue entgegen.

Die Schützenlust wurde damals von uns noch als Ausweichlösung empfunden. Nach nunmehr über 40 Jahren ist dies jedoch eine schöne Tradition geworden und so kündigt das Tambourkorps „In Treue fest“ an der Spitze der Schützenlust bei den Umzügen während des Neusser-Bürger Schützenfestes den Wechsel von dunkelgrünen (Jägern) zu hellgrünen Uniformen (Schützenlust) an. Wir fühlen uns bei der Schützenlust immer noch mehr als wohl.

Unsere erste offizielle Krönung S.M. Ernst I. fand 1974  im Saal des damaligen Stadtgarten-Restaurant auf der Schorlemerstraße statt. Im gleichen Jahr wurde eine von der Neusser Schützenlust produzierte Langspielplatte mit dem Titel „Neusser Schützenlieder“ von uns mit dem Musikstück „Freut Euch des Lebens“ mitgestaltet. So wurde unser Können schon relativ früh auf Tonträger verewigt.

Im Jahre 1976 entschloss sich die nun siebenjährige Gemeinschaft den Namen „Jugend Musikgruppe-Neuss“ abzulegen. Auf der Jahreshauptversammlung galt es unter insgesamt drei verschiedenen Namen die vorgeschlagen wurden abzustimmen. Die Mehrheit entschied sich für Neusser Tambourkorps „In Treue fest 1968“.

Nachwuchssorgen kannte das Tambourkorps nicht. “Schlangens Keller” auf der Kanalstraße war mittlerweile viel zu klein geworden. Kurzzeitig diente damals die ehemalige Gaststätte „Exner“ auf der Breite Straße in Neuss als Vereinslokal und Proberaum.

In den 1970er Jahren feierten wir unsere jährlichen Krönungen im ehemaligen Katholischen Zentrum, dem heutigen Kardinal Frings Haus am Neusser Münsterplatz.

Die Neusser Karnevalsgesellschaft „Blaue Funken“ begleiteten wir in einer ganz anderen Uniform zu dem ein oder anderen Auftritt in Neuss und Umgebung. Dafür wurde unsere blaue Uniformen umfunktioniert und mit einem Dreispitz nebst angenähter Perücke, einem Spitzenlätzchen mit Fliege, Spitzen an den Ärmeln sowie einem breiten, weißen Koppel versehen.

Für die Neusser „Stadt und Prinzengarde“ wiederum dienten für die ersten Auftritte geliehene, rote Husaren Uniformen. Als wir 1976/77 diese Gesellschaft eine ganze Karnevals-Session durch die Säle begleiteten, trugen wir dann geliehen rot weiße Uniformen welche deren der Stadt und Prinzengarde ähnlich waren.

Von dieser Zeit an, ging es Schlag auf Schlag. Man spielte auf Schützenfesten in den Neusser Stadtteilen Holzheim, Weckhoven, Reuschenberg, Liedberg und natürlich beim großen Neusser-Bürger Schützenfest

Im Jahre 1980 löste Ernst Klaus Günter Schlangen als 1. Vorsitzenden und 1. Tambourmajor ab.

Im gleichen Jahr bespielte das Tambourkorps in einem Düsseldorfer Studio eine Schallplatte (Single) mit vier Märschen und konnte diese auch mit viel Erfolg absetzten. Als man dann im Jahre 1981 auf einem Vereinsausflug ins Weindorf Altenahr kam, mit einem Packen Schallplatten im Gepäck und auf der Suche nach Kundschaft dafür war, fand man gleich im ersten Lokal unsere Single in der Musikbox.

Ebenfalls Im Jahr 1981 wurde Stefan Nollen in den Vorstand gewählt und auch im gleichen Jahr mit gerade mal 19 Jahren an der Seite von Ernst Klaus 2. Tambourmajor..

Die Gaststätte „Zum Groschen“ wurde im laufe der Zeit zu klein für uns. So verlegte man zumindest die Versammlungen und diverse Feierlichkeiten wie zum Beispiel unsere Weihnachtsfeier in die Gaststätte „Im Dom“ und eine gewisse Zeit lang auch ins „Schwatte Päd“. Unser eigentliches und offizielles Vereinslokal blieb jedoch der „Groschen“.

1983 feierte man das erste größere Fest anlässlich unseres 15 jährigen Bestehens in der Neusser Bürgergesellschaft. Höhepunkt des Abends war die damals noch relativ unbekannte Kölner Gruppe „De Höhner“. In einem voll besetzten Saal feierte man bis in die frühen Morgenstunden.

Hier zeigte unser Verein erstmals dass ein Tambourkorps nicht nur mit dem Parademarsch zur Unterhaltung und Geselligkeit beitragen kann.

Am 03. Oktober 1983 belegten wir bei einem Tambourkorps-Festival in Neuss, vor allen Tambourkorps aus dem Raum Neuss, hinter dem Tambourkorps aus Stetternich einen hervorragenden zweiten Platz.

Mit den der Jugend entschlüpften jungen Männern des Vereins kehrte auch langsam eine Gleichmäßigkeit der Spieltermine ein und man einigte sich drauf in jedem Jahr zu vier kompletten Schützenfesten (Neuss-Furth, Holzbüttgen, Holzheim und natürlich das große Neusser-Bürger Schützenfest) aufzuspielen.
 Diese Reduzierung und Konntentration auf nicht all zu viele Schützenfeste ist wohl auch ein Grund dafür dass manche Mitglieder 25, 30, und einige gar schon über 40 Jahre dem Verein aktive treu geblieben sind oder noch treu sind. Denn so langsam wurden die ersten Familien der Mitglieder gegründet und es sagte sich hier und da Nachwuchs an. Wenn dann der Familienvater nur noch im Sommer an jedem Wochenende auf einem Schützenfest spielt bleibt eins von beiden irgendwann auf der Strecke.

Unsere jährlichen Krönungen fanden in den 1980er und 1990er Jahren im ehemaligen „Haus Reuschenberg“ sowie bis Anfang der 2000er Jahre in der ehemaligen „Nordstadthalle“ statt. Beide Räumlichkeiten stehen heute für das Schützenbrauchtum leider nicht mehr zur Verfügung. Aus terminlichen Gründen sind wir 1982 auch einmal in den Saal der Gaststätte „Further Hof“ ausgewichen.

Im Jahre 1985 schaffte man, hauptsächlich auf bestreben der Mitglieder Rolf-P. Hüsges und Stephan Meier einen Schellenbaum mit zwei Halbmonden an.

Das zu dieser Zeit für ein Tambourkorps aus dem Raum Neuss eher untypische Instrument, ist seither für das optische Auftreten nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile gibt es beim Neusser Schützenfest kaum noch ein Tambourkorps ohne Schellenbaum.

Das auch ein junger Verein nicht nur Höhen hat, sondern auch von Schicksalsschlägen nicht verschont bleibt, zeigt das Jahr 1986, wo unser langjähriges aktives Mitglied Frank Baum an den Folgen eines tragischen Verkehrsunfalls verstarb. Seinem Andenken zu Ehren, schießen wir alljährlich einen Pokal aus.

Im Jahre 1991 sahen die Mitglieder Rolf.-P. Hüsges und Stephan Meier im Fernsehen den Großen Zapfenstreich aus Anlass der Verabschiedung der Alliierten Truppen in Berlin. Angetan von dieser Darbietung und besonders von dem Ablauf des Großen Zapfenstreichs, so wie er eigentlich militärisch korrekt ist, wird dieser im Jahr drauf auf Anregung der beiden Mitglieder, erstmals genau nach diesem Rahmenzeremoniell von unserem Tambourkorps, zusammen mit dem Musikverein Holzheim, am Kirmesdienstag im Festzelt beim Neusser-Bürger Schützenfest dargeboten. Seit dem hat sich dieser offizielle Ablauf des großen Zapfenstreiches nicht nur beim Neusser-Bürger Schützenfest, sondern auch zum größten Teil bei den Schützenfesten in den Neusser Stadtteilen durchgesetzt und wird von den jeweils ausführenden Tambour- und Musikkorps -wie von uns eingeführt in dieser Form dargeboten.

Ebenfalls im Jahr 1991 wurden dem Tambourkorps vom Spielmann Rolf-P. Hüsges drei Paradetrommeln gestiftet die seit dem jeweils von drei Tambouren in der ersten Reihe gespielt werden. Auch diesbezüglich war das Neusser Tambourkorps „In Treue fest“ eines der ersten Tambourkorps im Raum Neuss die diese Paradetrommeln mitführt

Nach langjähriger Abstinenz im Karneval spielte man 1993 erstmals beim Rosenmontagszug in Köln auf. Bei den roten Funken (Kölsche Funke rut-wieß vun 1823) hat man über insgesamt drei Jahre neue Freunde gefunden und auch neue Erfahrungen gesammelt

„Wenn dat Trömmelche jeht…“ ?
 Eine Interessante Geschichte

Zum Kölner Karneval haben wir eine besondere „Verbindung“. Wer kennt nicht den Hit der Kölner Gruppe „Die Räuber“ „wenn dat Trömmelche jeht…“ ?
Würde es dieses Lied ohne uns geben?

Zu unserem 15 Jährigen Jubiläum im Jahr 1983 wurde uns von Helmut Klaus, dem Bruder unseres damaligen 1. Majors und heutigen Ehrenmajor Ernst Klaus, ein neues Vereinslied gewidmet. Als Basis dafür diente das im Jahr 1968 von Matthias Ohmen aus Neuss-Grimlinghausen veröffentlichte Lied „Hippe, Hippe, mäh, mäh, mäh!“ zu der Melodie „Jetzt kommen die lustigen Tage“.

Früher war es bei uns, leider öfters als heute üblich beim geselligen Beisammensein, zum Beispiel in einem Festzelt nach dem Umzug oder auch bei einem Ausflug im Reisebus das ein oder andere Lied gemeinsam anzustimmen. In diesem besagten Liedtext heisst es in der ersten Strophe:

„Hier bei uns am Niederreihne, in Stadt und Land bekannt, gibt’s das Tambourkorps, das feine, In Treue fest wird es genannt.
Und nun der Refrain: Und wenn dat Trömmelche jeht dann ston mer alt parat, dann wed lustig marschiert, jesoffe wie en Krat“. „Tambourkops In Treue fest, Du stehst felsenfest“.

Die Gruppe „Die Räuber“ als auch die „Kolibris“ aus denen die Räuber später hervor gingen haben Ihre Wurzeln im Neusser Stadtteil Holzheim.
Natürlich wurde auch dieses Lied von unseren Mitgliedern bei vielen Anlässen lautstark gesungen. So auch sehr oft bei dem einen oder anderen Frühschoppen im Holzheimer Schützenzelt. Ein Schelm ist wer nun vermutet das dieses Lied von den „Kolibris“ dort des öfteren gehört und aufgeschnappt wurde und so, in etwas abgeänderter Form seit der Veröffentlichung im Jahr 1993 zu einem der bekanntesten Kölner Karnevalslieder überhaupt wurde.

Unser 25 jähriges Bestehen feierten wir im April 1993 mit einem bis dahin, von einem Tambourkorps noch nie gesehenen dreitägigen Festprogramm in einem Festzelt für ca. 1.500 Personen auf dem Neusser Kirmesplatz. Beginnend mit einem Festkommers am Freitag Abend, folgte am Samstag ein großes Showprogramm mit anschließendem Tanz sowie einer großen Tombola mit einer Reise nach New York als Hauptgewinn. Am Sonntag, 25. April 1993 folgte dann ein Musikalischer Frühschoppen und unser Jubiläumskonzert mit Unterstützung durch den Musikverein Holzheim. Im Anschluss daran durften wir rund 25 befreundete Tambour- und Fanfarenkorps begrüßen die natürlich alle das ein oder andere Musikstück auf der Bühne darboten.

Anlässlich des 25 jährigen Jubiläums baute unser Tambourkorps 1993 auch zum ersten Mal eine Fackel zum Neusser Bürger-Schützenfest. Eine Seite dieser Fackel zierte dabei eine Karikatur des Neusser Künstlers Wilfrieden Küfen, der in jungen Jahren Mitglied im Neusser Tambourkorps Novesia war, jedoch in unserer Anfangszeit immer mal wieder mit seiner Lyra auch den ein oder anderen Spieltermin in weißer Uniform wahrgenommen hat.

Das Jubiläum nahmen wir zudem auch als Anlass für alle aktiven Mitglieder neue Uniformen anfertigen zu lassen. Im Gegensatz zu dem eher legeren Stil der Uniformen aus den 1970er Jahre wurde diese neue Uniform mit einem neu gestalteten Ärmelabzeichen sowie einem weißen Koppel und einem weißen Querriemen ausgestattet sowie mit einigen kleinen anderen Änderungen versehen.

1993 tritt der langjährige 1. Tambourmajor und Gründungsmitglied Ernst Klaus in die Reihen der „einfachen“ Spielleute zurück. Als Dank für seine geleistete Arbeit findet für ihn am Kirmesdienstag 1993 nach dem Abendumzug als Überraschung ein Großer Zapfenstreich, durchgeführt von Musikverein Holzheim in großer Marschbesetzung, dem 1. Neusser Regiments- Tambourkorps, unserem Tambourkorps sowie dem Neusser Sappeurkorps statt.

Der langjährige 2. Tambourmajor Stefan Nollen übernimmt die Führung als 1. Tambourmajor und auch als 1. Vorsitzender des Vereins. Neuer 2. Tambourmajor wird Bernd Ermbter.

Im Sommer 1994 wurde die ursprünglich 1974 erschienene Langspielplatte der Neusser Schützenlust mit dem Titel „Neusser Schützenlieder“ als CD neu aufgenommen und um einige neue Musikstücke erweitert. Zusammen mit dem Musikverein Holzheim sind von uns auf dieser CD fünf Märsche verewigt.

Unser Ehrenmitglied Bernhard Meier erfüllte sich beim Neusser Bürger-Schützenfest im August 1994 einen Traum. Als Bernhard III. wurde er Schützenkönig der Stadt Neuss 1994/95.

Zum Neusser Bürger-Schützenfest 1994 wurde unserem Tambourkorps, besser gesagt dem Tambourmajor von Stephan Meier ein Waffenrock gestiftet, welcher ausschließlich zur Parade, zusammen mit der entsprechenden Hose, Paradestiefeln und dem typisch preußischen Helm getragen wird. Auch diesbezüglich war unser Tambourkorps mal wieder wegweisend – zwischenzeitlich tragen alle Majore der Neusser Tambourkorps solch einen Waffenrock zur Parade.

Am 18. September 1994 nahmen wir zusammen mit dem Neusser Sappeur-Korps von 1830 am großen Trachten- und Schützenzug beim Oktoberfest in München teil.

Die Bedingungen zur Teilnahme an diesem Festumzug sind für Neusser Verhältnisse etwas sonderbar. So wurde verlangt das die Uniformen der Musik zu denen der Schützen – in diesem Fall dem Neusser Sappeurkorps passen. Also wurde kurzentschlossen für alle Mitglieder eine blaue Husarenuniform mit Fellmütze ausgeliehen. Dieses Erscheinungsbild wurde von den Verantwortlichen in München abgesegnet. Trotz diesen für uns ungewöhnlichen Uniformen war es für alle beteiligten ein besonderes Erlebnis an an diesem Festumzug teilzunehmen. Was natürlich auch nach dem Umzug mit der ein oder anderen Mass Bier gefeiert wurde.

Der Neusser Partnerstadt, Chalons-Sur-Marne (heute Chalons en Champagne) stattete unser Tambourkorps im Juni 1995 einen zweitägigen Besuch ab. Neben einem Empfang im Rathaus konnten wir bei einem Konzert auf dem Rathausplatz auch das zahlreiche erschienene Publikum in dieser französischen Stadt begeistern.

Unter dem Motto „Marschmusik für einen guten Zweck“ veranstalteten wir im März 1997 erstmals ein Benefiz-Konzert.

In der ausverkauften Stadthalle Neuss erklang unter anderem das Musikstück „Das große Wecken“ in Neuss zum ersten Mal. Dieser musikalische Leckerbissen wurde früher zu „Kaisers Zeiten“ am Neujahrsmorgen unter anderem in Berlin, auf der Straße „Unter den Linden“ dargeboten.

Unter dem Beifall des Publikums konnte zum Ende der Veranstaltung ein Reinerlös von 15.000 DM für einen guten Zweck überreicht werden.

Im Jahr 1998 wird unser passives Mitglied Adi Kremer Schützenkönig der Stadt Neuss.

Im Januar 1999 tritt der zweite Tambourmajor Bernd Ermbter aus beruflichen Gründen in die passiven Reihen des Vereins zurück. In seine Fußstapfen tritt als neuer 2. Tambourmajor Stephan Meier.

Im Frühjahr 2000 erfolgte eine Neuauflage des erfolgreichen Benefiz-Konzerts unter dem Titel „Marschmusik kennt keine Grenzen“.

Zusammen mit dem Musikverein Holzheim konnte das Publikum in der wiederum ausverkauften Stadthalle erneut mit Stücken wie z.B. „Sousa Favoriten“ (Ein Marschpotpourri mit den schönsten Märschen des legendären Komponisten Jon Phillip Sousa) zu Gunsten der Aktion Luftballon begeistert werden.

Die lokale Presse bescheinigte uns (Zitat): „hohe Disziplin, exakte Beherrschung von Klang und Rhythmus, ausgewogene Klanglichkeit sowie genaue Tempoabstimmung“.

Königsparade Neusser Bürger-Schützenfest 2000:
Dieses Bild hat Seltenheitswert und ist nicht spiegelverkehrt. Die Besonderheit müsste einem Neusser sofort auffallen. Da am Kirmes-Sonntag die Parade buchstäblich „ins Wasser“ gefallen war, fand diese am Montag, nach dem Umzug, jedoch „de Mat eraff“ statt. Somit ist das Tambourkorps auf der „falschen Seite“ des Neusser Marktes zu sehen. Des weiteren ist an der Spitze der damalige zweite Tambourmajor, Stephan Meier zu sehen, da es Tradition ist das am Kirmes-Montag der zweite Major das Tambourkorps anführt.

Im Jahr 2000 und 2001 führte uns ein jeweils zweitägiger Ausflug nach Metz/Frankreich um beim dortigen Karnevalstreffen europäischer Karnevalisten teilzunehmen.

Nach dem die Nordstadthalle einem China-Restaurant weichen musste, haben wir einige Jahre lang unsere jährliche Krönung im Saal der „Reuterhofs“ in Neuss-Grimlinghausen ausgerichtet.

Im August 2001 wurde uns eine ganz besondere Ehre zu Teil. Anlässlich der offiziellen Verabschiedung des langjährigen Neusser Regimentsoberst Josef Bringmann spielten wir zusammen mit der Bundesschützenkapelle Neuss auf dem Markt in Neuss den großen Zapfenstreich. Die Besonderheit daran war, das seit ungefähr 40 Jahren kein Zapfenstreich mehr auf dem Neusser Markt stattfand. Somit wurde dieser Traum von vielen Spielleuten aus unseren Reihen Wirklichkeit. Die Lokale Presse schrieb: “ ….- in Gestalt des Großen Zapfenstreichs, der vom Neusser Tambourkorps „In Treue fest“ und dem Bundesschützenkapelle Neuss meisterlich intoniert wurde.“

Unter anderem auch wegen des „Kneipensterbens“ in Neuss wechselten wir mit unserem Vereinslokal zwischenzeitlich wieder in die Gaststätte „Zum Groschen“ auf der Friedrichstraße -inzwischen unter neuer Leitung und etwas vergrößert als Treffpunkt für Versammlungen und Austragungsort unseres Neujahrs-Frühschoppens. Unsere wöchentlichen Proben finden jedoch seit vielen Jahren in den Räumen der Verkehrsbetriebe Neuss statt.

Nach dem der langjährige 1. Vorsitzende Stefan Nollen sein Amt zur Verfügung stellt, wird auf der Jahreshauptversammlung im Januar 2005 Michael Prinzhorn als Nachfolger gewählt. Stefan Nollen führt das Korps als 1. Tambourmajor weiterhin auf Spielterminen an.

Im Jahr 2004 und 2005 machten wir jeweils einen Ausflug nach Mallorca und verbrachten dort entspannte und lustige Tage ganz ohne Instrumente und Marschmusik.

Im Januar 2006 verstirbt leider viel zu früh und für alle unerwartet unser Gründungsmitglied Günter Schlangen.

Günter hatte sich zunächst 1980 aus dem aktiven Tambourkorps Leben zurück gezogen, kehrte dann aber Mitte der 1990er Jahre wieder zu „seinem“ Tambourkorps zurück und wurde auch noch im Jahr 1997 Korpskönig in unseren Reihen. Sein Sohn, Christian Schlangen erfüllt im Namen seines Vaters noch im gleichen Jahr zum Neusser Bürger-Schützenfest einen Wunsch von Günter und stiftet dem Tambourkorps drei neue Paradetrommeln.

Anlässlich unsers 40jährigen Bestehens im Jahr 2008 gab es in der Stadthalle Neuss mit Unterstützung des Musikverein Holzheim ein großes Jubiläumskonzert.

Wieder war die Stadthalle bis auf den letzten Platz besetzt. Laut außenstehenden Gästen war dieses Konzert ein „grandioser Erfolg“. Der 1. Major, Stefan Nollen bedankte sich schriftlich bei den Mitgliedern: „Einen Tag wie gestern werde ich in meinem Leben nicht so schnell vergessen. Das war eine grandiose Leistung von allen Spielleuten“

Anfang 2008 verstirbt unser Ehrenmitglied Hans Hamacher. Noch wenige Tage zuvor konnte er sich zu seinem 80. Geburtstag über ein Ständchen „seines“ Tambourkorps erfreuen. Unvergessen sind unsere fast legendären Grillpartys in Achtziger Jahren in seinem Garten „Im Römerlager“ von denen man sich noch heute gerne die ein oder andere Anekdote erzählt.

Als kleine interne Jubiläumstour unternahmen wir gemeinsam mit unseren Damen im Mai 2008 einen mehrtägigen Ausflug nach Haminkeln am Niederrhein.

Unser langjähriger 1. Major, Stefan Nollen beendete nach dem Neusser Bürger-Schützenfest 2008 und einem gelungenem Jubiläumsjahr, seine Schützenlaufbahn im Tambourkorps und wird diese als Major des Grenadierkorps Neuss-Furth hoch zu Ross fortsetzen. Als Adjutant an seiner Seite begleitet ihn, unser ebenfalls langjähriges Mitglied Dirk Hader.

Bereits auf der Jahreshauptversammlung im Januar 2008 wurden Stephan Meier zum 1. Tambourmajor und Rolf-P. Hüsges zum 2. Tambourmajor gewählt. Am 17. Oktober 2008 wurde Stefan Nollen offiziell mit einem Großen Zapfenstreich auf dem Münsterplatz in Neuss verabschiedet. Am Schützenfestsonntag auf der Neusser-Furth 2009 wurde Grenadiermajor Stefan Nollen für seine langjährige Tätigkeit als 1. Major und 1. Vorsitzender in den Reihen des Tambourkorps zum Ehrenmajor ernannt.

Was in früheren Jahren bei unserem Major Günter Schlangen für Unmut sorgte, nämlich immer dann wenn der kleine Spielmann Stephan Meier in den Pausen während eines Spieltermin den „Küs“ (Tambourstock) in kindlicher Unbeschwertheit in die Luft warf und diesen dann, meistens mit einer Hand wieder auffing, sorgt seit der Ära Stephan Meier als 1. Tambourmajor bei der Königsparade am Schützenfest-Sonntag in Neuss für tosenden Applaus auf den Tribünen, wenn er nämlich genau dieses Schauspiel auf dem Markt vor tausenden Zuschauern praktiziert.

In den Jahren 2010 und 2011 wurden zum ersten Mal Probewochenden von uns durchgeführt. Im ersten Jahr fuhren wir in ein verlassenenes Dorf in der Eifel wo wir in eine Art Landschulheim untergebracht waren und an zwei Tagen intensiv geprobt, aber auch das ein oder andere Bier getrunken wurde.

 Im April 2011 begaben wir uns mit fast allen aktiven Mitgliedern auf eine Burg, hoch über der Mosel gelegen und konnten so in aller Ruhe, von der Aussenwelt fast abgeschnitten neue Märsche proben, aber auch mit jüngeren Mitgliedern einige „Dienstsachen“ wie z.B. den großen Zapfenstreich bei herlichem Wetter einstudieren.

Zum Schützenfest Neuss-Furth 2011 kamen zum ersten Mal unsere neuen „alten“ Paradetrommeln zum Einsatz. Dabei handelt sich exakt um das Model welches bei der Bundeswehr bis zum Jahre 1989 eingesetzt wurde.

Nach langer Suche konnten wir einige gebrauchte Exemplare in einem mehr oder weniger guten Zustand erwerben. Diese wurden komplett restauriert, aufgearbeitet und neu lackiert. Diese Paradetrommeln fügen sich nun endlich vom Erscheinungsbild und vor allem klanglich in unsere normalen, kleinen Marschtrommeln ein.

Nach langen 18 Jahren Abstinenz vom Karneval haben wir 2012 erstmal wieder In Köln beim Rosenmontagszug aufgespielt. Bei herrlichem Wetter erlebten wir in den Uniformen der Altstädter Köln 1922 e.V. einen tollen Rosenmontagszug den wir im Kölner Partylokal „Wiener Steffi“ ausklingen ließen.

Im Frühjahr 2013 machten wir uns für 3 Tage mit fast allen aktiven Mitgliedern sowie mit Unterstützung durch unseren Ehrenmajor Ernst Klaus auf den Weg nach St. Johann in Tirol. Bei dem ein oder anderen Bier und Obstler wurde vor großartiger Bergkulisse gemeinsam geprobt. Höhepunkt war ein gemeinsames Konzert mit dem Musikverein aus St. Johann auf dem Dorfplatz wo unter anderem auch der Marsch „Dem Land Tirol die Treue“ dargeboten wurde.

Im Laufe der Jahre haben wir uns auch immer mal wieder bei dem ein oder anderen Fußball Tunier versucht. Meist ohne besonders großen Erfolg. Aber viel Spaß haben wir immer gehabt dabei.

Im Rahmen des allgemeinen „Hype“ um die sogenannte „Cool Water Challenge“ in den sozialen Medien im Sommer 2014 hat auch unser Tambourkorps ein Video erstellt und veröffentlicht. Dabei ging es mit samt Instrumenten durch eine Autowaschanlage.

Anlässlich des 150 jährigen Jubiläums der Neusser Schützenlust wurde von unserem Tambourkorps zum Fackelzug beim Neusser Bürger-Schützenfest 2014 eine Großfackel gebaut da wir in diesem Jahr auch gleichzeitig zum 40. Mal bei der Schützenlust aufspielten.

Im Mai 2015 machten wir uns erneut auf den Weg nach St. Johann in Österreich zu einem gemeinsamen Ausflug über 3 Tage.

Dort erlebten wir unter anderem eine sehr erlebnisreiche Planwagenfahrt und gaben zusammen mit dem Musikverein Oberndorf Tirol auf dem Dorfplatz ein kleines Konzert.

 

Unser aktives Mitglied Christian Wimmers wurde im Jahr 2015 Schützenkönig der St. Sebastians Schützenbruderschaft Neuss-Furth.

Zur Krönung am Schützenfest Dienstag wurde Christian von allen aktiven Mitgliedern nebst deren Damen zusammen mit dem Hofstadt in das Schützenzelt geleitet.

Im April 2017 veranstalteten wir ein weiteres Konzert in der Neusser Stadthalle, welches wieder für einen Guten Zweck als Benefizkonzert organisiert wurde. Dazu eingeladen hatten wir die Bundesmusikkapelle aus Oberndorf in Tirol. Nach einem gemeinsamen feucht fröhlichen Abend einen Tag vorher, konnten wir gemeinsam die Besucher in der sehr gut gefüllten Neusser Stadthalle mit überwiegend Österreichischen Märschen begeistern. Der Höhepunkt dieses Konzerts war das Potpourri Österreichische Marschperlen.

Der Regimentsoberst des Neusser Bürger-Schützenvereins, Walter Pesch teilte uns danach schriftlich folgendes mit: „…..dass Ihr hervorragende Botschafter Eurer Heimat und zugleich ein großartiger Klangkörper seid! Danke für Euer Aufspiel! Es war eine musikalische Freude! Das Benefizkonzert war ein toller Erfolg.“

Als im Mai 2017 für die ARD Filmproduktion „Wir sind doch Schwestern“, unter anderem mit Jutta Speidel ein Tambourkorps gesucht wurde und uns eine Anfrage diesbezüglich erreichte, machte sich eine Abordnung unseres Tambourkorps auf den Weg in die Eifel ans Set dieser Produktion um in diesem Film mitzuwirken.

Vom 27. – 29. April 2018 feierten wir mit einem großen Fest unser 50 jähriges Jubiläum.

Nach einer Vorarbeit von mehreren Jahren fand in einem Festzelt für 1.000 Personen auf dem Neusser Kirmesplatz zunächst am Freitag ein Festkomers statt.

Am Tag darauf erwartete unsere Gäste ein großes und unterhaltsames Showprogramm und am Sonntag durften wir viele befreundete Tambour- und Fanfarenkorps zu einem musikalischen Frühschoppen begrüßen.

Anlässlich zu unserem 50 jährigen Jubiläum wurden für alle aktiven Mitglieder neue Uniformen angeschafft. Die Uniform wurde noch etwas historischer und kommt nun einem Waffenrock näher. So sind der Kragen und die Ärmel jeweils mit Roter Litze abgesetzt. Darüber hinaus besteht das Rückenteil aus insgesamt vier Teilen („Wiener Naht“) und der untere Teil ist mit Rot abgesetzten „Schwalbenschwänzen“ und Zierknöpfen versehen.

Der Further Grenadierzug „Further Knäller“ baute anlässlich unseres
50 jährigen Jubiläums zum Further Schützenfest 2018 eine Großfackel

Die alljährliche Ausstellung vor dem Neusser Bürger-Schützenfest in der Sparkasse Neuss wurde 2018 uns zu Ehren des 50 jährigen bestehens gewidmet.

Zum Holzheimer Schützenfest 2018 wurde anlässlich unseres Jubiläums von der Holzheimer Schützenlust eine Großfackel gebaut.

Am Neusser Bürger-Schützenfest Samstag 2018 hatten wir erneut die Ehre auf dem Neusser Marktplatz einen Großen Zapfenstreich auszuführen.

Dies war davor zuletzt vor17 Jahren der Fall.

Anlass war die Verabschiedung vom Präsident des Neussser Bürger-Schützenvereins Thomas Nickel.

Im Sommer 2019 wurden wir zum Bezirksmusikfest St.Johann-Oberndorf eingeladen. Also machte sich das Tambourkorps unter der musikalischen Leitung von Stephan Meier  erneut auf den Weg nach Tirol und verbrachte dort bei viel Musik und natürlich auch dem ein oder anderen gekühlten Getränk drei erlebnisreiche Tage. Angefangen am Freitag mit einem kleinen Eröffnungskonzert, über den Samstag an dem die Spielleute einen gemütlichen Abend bei einem bunten Programm im Festzelt verbrachten, folgte dann am Sonntag der große Umzug mit vielen Kapellen aus der Region Kitzbühel und anderen Orten Österreichs.

Der Anblick des Neusser Tambourkorps in voller Paradeuniform, so wie sie sonst nur zum Neusser- und Further Schützenfest anlässlich der Königsparade getragen wird, war für die anderen teilnehmenden Kapellen aus Österreich und natürlich im besonderen auch für das zahlreiche Publikum etwas ganz besonderes.

Einige Mitglieder des Tambourkorps verbringen auch ihren Winter- oder Sommerurlaub in St. Johann, so das man mittlerweile schon von einer besonderen Verbindung zu dem schönen Ort in Tirol sprechen kann.

Aufmarsch zur Königsparade Neusser Bürger-Schützenfest 2019

Am Neusser Bürger-Schützenfest Dienstag 2019 verwirklichte sich unser 1. Major Stephan Meier einen Kindheitstraum. Als erster Spielmann eines Tambourkorps überhaupt in der fast zweihundert jährigen Geschichte trat er mit drei weiteren Kanidaten (Joachim Schoth, Christian Burlage, Kurt Koenemann) an die Vogelstang um Schützenkönig der Stadt Neuss zu werden. Bereits 1994 war sein Vater und unser Ehrenmitglied, Bernhard Meier schon Schützenkönig. Leider ging der Traum nicht komplett in Erfüllung, da Mitberwerber Kurt Koenemann bereits mit dem 9. Schuss (noch nie dagewesen bei vier Kanidaten) den Holzvogel von der Stange holte.

Das Jahr 2020 wird für uns in keiner schönen Erinnerung bleiben. Wegen der Corona Pandemie fand in Neuss sowie in allen Stadtteilen kein Schützenfest statt.
Auf die auf der einen Seite sehr schöne „Werbung“ durch die Nutzung unserer Bilder durch den WDR hätten wir gerne verzichtet wenn dafür das Jahr 2020 normal verlaufen wäre.

Auch unser Vereinsleben hat sehr darunter gelitten. Lediglich die Krönung unserer Majestät Ralf II. (Frings) fand im März 2020 als einzige und gleichzeitig letzte Veranstaltung in diesem Jahr statt.

Im Sommer hatten wir für einige Wochen eine Ausweichlösung für unsere wöchentlichen Proben gefunden, welche aber dann auch nicht mehr aufrecht erhalten werden konnte.


Chronik von Ernst Klaus aus dem Jahr 1993 anlässlich des 25 jährigen Bestehens. Überarbeitet und ergänzt 2008 anlässlich des 40 jährigen Bestehens
sowie 2018 zum 50 jährigen Jubiläum und fortgeführt bis zur Gegenwart jeweils von Rolf-P. Hüsges