Tambourmajore

Des Neusser Tambourkorps „In Treue fest“ 1968

Seit der Gründung im Jahr 1968 haben bisher fünf Tambourmajore voller Stolz,
mit viel persönlichen Einsatz, Idealismus und Engagement das

Neusser Tambourkorps „In Treue fest“ 1968 angeführt

 

Günter Schlangen
1968-1980
† 2006

Ernst Klaus
1980-1993
Ehrenmajor

Stefan Nollen
1993-2008
Ehrenmajor

Stephan Meier
2008 – 2023
Ehrenmajor

Rolf-P. Hüsges
Seit 2023

Majorsorden

Neusser Tambourkorps „In Treue fest“ 1968

Diesen Orden auf dem die Namen der bisherigen
Tambourmajore graviert sind trägt der
Tambourmajor nur an Schützenfesten zur Uniform

Dieser Orden wurde uns von der Neusser Schützenlust anlässlich unseres
50 jährigen Jubiläums gestiftet und wird vom Tambourmajor getragen.
Der gleiche Orden wurde uns auch für den 1. Vorsitzenden gestiftet

Historische Info

Tambourmajor

Der Tambourmajor war vom Hochmittelalter bis in die Neuzeit der Anführer der Trommler, die die Armeen auf das Schlachtfeld oder zu Paradezwecken anführten. Hierbei dirigierte ursprünglich der Fähnrich mit seiner Fahne oder der Major die Trommler mit einem etwa hüfthohen Stab.

Die Bezeichnung Tambourmajor ist insofern irreführend, als es sich grundsätzlich nicht um einen militärischen Rang handelt, sondern um ein Amt, das auch von niedrigeren Dienstgraden (also Nichtoffizieren) ausgeübt werden konnte. Als die Trommeln noch zur militärischen Signalgebung dienten, hatte ein spezieller Unteroffizier die Trommler auszubilden und zu beaufsichtigen. Die Rangbezeichnung „Major“ zeigt an, dass der Tambourmajor, obschon Unteroffizier, relativ hoch einzustufen war. Seine fachliche Kompetenz stellte ihn oft sogar über niedere Offiziersgrade.

Der Begriff leitet sich von dem frz. „Tambour“ für Trommel und dem lat. „maior“ für größer bzw. bedeutender ab. Beides zusammen bezeichnet demnach den „Haupttrommler“, d.h. denjenigen der den Zug der Militärmusiker anführt.

Der Begriff Tambourmajor wird heute noch verwendet, in Deutschland beispielsweise bei Tambourkorps. Hierbei führt – wie im Mittelalter – der Tambourmajor die Trommler (Tambouren) und Hornisten an, und hat ebenfalls einen langen geschmückten Stab, den Küs, mit dem er weit ausholende Bewegungen vollführt, während er den Trommlern mit gemäßigtem Schritt voranschreitet und sie so dirigiert.

Frühe Angaben zum Tambourmajor finden sich in England. Ist um 1579 noch von einem „Chief Drummer“ (Trommlerchef) die Rede, ist für 1590 die Aussage belegt, dass jedes Regiment über einen „Dromme Maior“ verfügen sollte. In der neuen britischen Armee, die Mitte des 17.Jh entstand, durfte auch der Tambourmajor nicht fehlen.

Überliefert ist etwa, dass die Grenadier Guards im Oktober 1662 einen Tambourmajor für ihre Trommler zugestanden bekamen. Man musste ein guter Trommler sein, um diesen Rang bekleiden zu können, denn im 18.Jh wurde verlangt dass der Tambourmajor mit eigener Hand auf der Trommel vorführen könne was er die Tambouren lehrte.

Auch wurde erwartet dass er die Gesellschaft von Unteroffizieren jener von Tambouren vorzog. Dies sollte seinen Rang unterstreichen und verhindern dass man den Tambourmajor im Lichte eines gemeinen Trommlers sah. Er war nicht nur für die Trommelkunst verantwortlich, sondern auch für die tadellose Uniform eines jeden seiner Tambouren.

Die Uniform des Tambourmajors war von ausgesuchter Pracht und erhob ihn über die Trommler. Neben seinem natürlichen Fachgebiet unterstand ihm auch das Postwesen. Ausserdem musste der Tambourmajor in der englischen Armee das Auspeitschen fehlbarer Soldaten überwachen, und zuvor prüfen ob die Peitsche den Vorschriften entsprach.